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Chronik

Der Name Lienen, der im Jahre 1088 zum ersten Mal in einer Urkunde als Lina vorkommt, bedeutet nichts anderes als Ort am Abhang des Berges oder das Hügeldorf am Teutoburger Wald. Es handelt sich um einen Lagenamen und ist auf "lehnen" zurückzuführen, dessen Bedeutung in den Wörtern Hügel, Anhöhe, Abhang zu finden ist. Im Jahre 1965 konnte Lienen das Fest "1.000 Jahre Gemarkung Lienen" feiern.

Damit der städtebauliche Reiz und die charakteristische Eigenart des Dorfes erhalten bleiben, begannen im Geburtstagsjahr 1965 des 1.000jährigen Dorfes Lienen nach vorangegangenen Beschlüssen des Gemeinderates die Planungen für eine Sanierung des Ortskerns Lienen. Nach Ausbau von Straßen sowie Entwässerungseinrichtungen, Durchführung verschiedener Objektsanierungen, der Neugestaltung der Dorfteichanlage sowie des Thieplatzes, ist die Dorfkernsanierung abgeschlossen. Im Jahre 1994 wurde das Sportzentrum am Postdamm in Betrieb genommen, das zuvor in der Sandstraße lag.

Die Gemeinde Lienen gehört nach dem Landesentwicklungsplan I zu den ländlichen Zonen. Sie ist ausgewiesen als Gemeinde mit zentralörtlicher Bedeutung für einen Versorgungsbereich von 5.000-10.000 Einwohnern. Lienen, das zwei Ortskerne (Lienen und Kattenvenne) mit Streusiedlungen zeigt, ist eine ländlich geprägte Wohngemeinde mit einzelnen Gewerbebetrieben.
Weiterer Schwerpunkt in den letzten Jahren war neben der Förderung des Tourismus die Industrieansiedlung, die ohne Beeinträchtigung des Erholungswertes verstärkt werden konnte, in dem ein zusammenhängendes Industriegelände ausgewiesen wurde. In erster Linie wurden nur solche Betriebe angesiedelt, die keinen großen Lärm und Staub verursachen und überdies auch die Struktur der Gemeinde nicht wesentlich veränderten. Durch die Lage Lienens am Südhang des Teutoburger Waldes bietet sich die Gemeinde als Ausflugs- und Urlaubsgebiet an. Die für den Tourismus erforderliche Infrastruktur wurde von der Gemeinde ausgebaut (z. B. Errichtung des Hallenfreibades). Ein umfangreiches Netz an gekennzeichneten und befestigten Wander- und Radwanderwegen steht zur Verfügung. Die Anerkennung als staatlich anerkannter Erholungsort erfolgte erstmals am 26.11.1982.

Der Ortsname Kattenvenne wird erstmals 1312 im Westfälischen Urkundenbuch erwähnt und bezeichnet die Weite des Moores und lässt auf das Bild einer alten Moor- und Heidelandschaft schließen. Durch den Bau der Eisenbahnlinie Münster-Osnabrück 1868 -1871 konnte sich in der Folgezeit Kattenvenne neben Lienen zu einem zweiten Ortsschwerpunkt entwickeln. Von da an vollzog sich die Entwicklung Kattenvennes vom Bahnhof als Urzelle in Richtung Osten anfänglich mit einer Gastwirtschaft, einem Getreideschuppen an den Bahngleisen, einem Sägewerk und einer Dampfmolkerei.
Der entstehende Ort hat durch den Bau der Kirche (1888) und dem später folgenden Friedhof seinen Mittelpunkt erhalten.

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