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Eichenprozessionsspinner

By Kleuske [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons

Was sind Eichenprozessionsspinner?
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Zahnspinner. Wie der Name bereits vermuten lässt, trifft man seine Raupen ausschließlich auf Eichen an. Zur Häutung und Verpuppung ziehen sie sich in Gespinstnester zurück, die eine Größe von bis zu einem Meter erreichen können.

Was sind die Gefahren beim Eichenprozessionsspinner?
Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln die Raupen giftige Brennhaare, die für den Menschen bei Kontakt gesundheitsschädlich sein können. Ursächlich hierfür ist das auf den Härchen befindliche Nesselgift Thaumetoporin.


Typische Symptome nach Kontakt mit den Brennhaaren sind allergische Hautreaktionen (heftig juckende Hautausschläge „Raupendermatitis“), Bindehautentzündungen und Reizungen der Atemwege bis hin zu Asthmaanfällen. In vielen Fällen tauchen Fieber und Schwindelgefühl auf. Sehr selten sind allergische Schockreaktionen, die gegebenenfalls eine stationäre Behandlung erfordern. 


Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Weisen Sie beim Arztbesuch auf den Kontakt mit den Raupen hin. 

Bekämpfung
Eine akute Gefahrenlage herrscht insbesondere von Ende Mai bis in den September hinein.


Verantwortlich für die Bekämpfung sind grundsätzlich die jeweiligen Eigentümer, von deren Grundstücken die gesundheitliche Gefahr für Dritte ausgeht. Die Eigentümer haben gegebenenfalls die Pflicht zur Bekämpfung und sie haben die hierdurch entstehenden Kosten zu tragen. 


Für öffentliche Grundstücke sind dieses die Städte und Gemeinden, für Privatgrundstücke die jeweilige Grundstückseigentümer.
Ob und wie entsprechende Bekämpfungsmaßnahmen zu erfolgen haben, ist je nach Gefährdungsgrad einzelfallabhängig. An Schulen, Kindergärten, Tagesstätten, Schwimmbädern, Freizeitanlagen, Krankenhäusern oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen sollte der Eichenprozessionsspinner jedenfalls zu 100% bekämpft werden. 


Sollte im Einzelfall der Befall als eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit eingestuft werden und der oder die Verantwortliche der Beseitigungspflicht nicht nachkommen, kann die örtliche Ordnungsbehörde die Beseitigung anordnen. Die Ordnungsbehörde kann auch weitere ergänzende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr anordnen, z. B. wenn die Gefährdung von einem befallener Baum auf einem Privatgrundstück ausgeht, der an einen öffentlichen
gefährdeten Bereich grenzt (z. B. Sperrung von Wanderwegen, Schulgelände). 
Die Bekämpfung des EPS sollte aber nur von einer Fachfirma durchgeführt werden. In der Regel sind dieses Firmen mit dem Schwerpunkt Schädlingsbekämpfung oder Baumpflege.


Bitte melden Sie der Gemeinde (Tel. 05483-7396-0), wenn Sie einen Befall auf einer öffentlichen Fläche festgestellt haben. Die Verwaltung wird die weiteren notwendigen Schritte veranlassen.


Um ein Gesamtbild über Befallsorte und Befallsmengen zu erhalten, melden Sie bitte auch Funde auf Privatgrundstücken.  

Allgemeine Empfehlungen

  • Befallsgebiete meiden
  • Unbedeckte Hautbereiche schützen
  • Raupen/Gespinste nicht berühren
  • Kleiderwechsel/Duschbad/Haarreinigung nach Kontakt
  • Keine Holzernte in Befallsgebieten
  • Bekämpfung nur durch Fachleute

Weitere Informationen:

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