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Energie- und Klimaschutzkonzept der Gemeinde Lienen

 

Einleitung
Mit dem 2015 erstellten Endbericht zum integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (EKSK) formuliert die Gemeinde Lienen einen eigenen Beitrag und eine nachhaltige Strategie zur Reduzierung der CO2-Emissionen auf kommunaler Ebene. Gegenstand des EKSK ist die Erarbeitung von schlüssigen und umsetzbaren Maßnahmen zur Energieeinsparung zur signifikanten Minderung der CO2-Emissionen sowie zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit als ländliche Gemeinde.
Die Grundlage des Konzeptes war eine detaillierte Datenerfassung und Darstellung der Energiesituation in der Gemeinde (Energie- und CO2-Bilanz) sowie die Erarbeitung von Handlungsoptionen in mehreren Steuerungsrunden und Workshops, auch unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

 

Energie- und CO2-Bilanz
Im Rahmen der Energie- und CO2-Bilanz für die Gemeinde Lienen wurden die Bereiche Privathaushalte, Gewerbe und Verkehr betrachtet. Im Ergebnis betrug der jährliche CO2 -Ausstoß je Einwohner im Jahr 2013 10,4 Tonnen (zum Vergleich NRW: ca. 11,2 t/EW 2010, BRD: 10,6 t/EW 2011). Damit liegt der Ausstoß im Bereich des bundesdeutschen Mittels.
Hinsichtlich der energiebedingten CO2-Emissionen sind Strom und Diesel die mengenmäßig bedeutsamsten Energieträger. Die lokale Wirtschaft trägt mit einen Anteil von ca. 25 % zu den Gesamtemissionen bei, die privaten Haushalte zu 32 % und der Verkehr zu 42 %.
Der Anteil lokal erzeugter erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in der Gemeinde Lienen lag 2013 bei 6 % (BRD (2013): 23 %, NRW (2012): 12 %). Es wird ein Potenzial von 32.275 MWh/a für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien (Photovoltaik und Biomasse) gesehen, das entspricht 78 % des Strombedarfes 2013.
Auf Grundlage der Ergebnisse der CO2-Bilanzierung wurde in mehreren Steuerungsrunden die Maßnahmen für einen Umsetzungszeitraum bis 2020 festgelegt und in das vorliegende Klimaschutzkonzept integriert.

 

Handlungsfelder und Projekte
Insgesamt wurden vier Handlungsfelder des örtlichen Klimaschutzes für die Gemeinde Lienen identifiziert. Der erste Zielzeitraum des Klimaschutzkonzepts bis 2020 soll dabei in etwa die Zeit der ersten Phase unter Einbindung des kommunalen Klimaschutzmanagements abdecken. Hier geht es um die Implementierung des Klimaschutzes in der Gemeinde bzw. in das kommunale Handeln. Dazu wurden 17 Projekte skizziert, die das Grundgerüst der Maßnahmenumsetzung der ersten Phase darstellen.
Nach dieser Phase ist eine Evaluierung mit Überprüfung des erreichten Zielgrades und Festlegung weiterer Umsetzungsschritte für den folgenden Umsetzungszeitraum vorgesehen. Auf Basis der Ergebnisse kann dann im Rahmen des Projektcontrollings entsprechend nachgesteuert und die Zielerreichung optimiert werden.

 

Projektbeteiligung und lokale Wertschöpfung
Die einzelnen Maßnahmen zielen auf eine intensive Mitwirkung vieler Projektbeteiligter in der Gemeinde Lienen und im Kreis Steinfurt ab, um den Umsetzungsprozess auf eine breite Basis zu stellen. Daraus sind umfangreiche Effekte zur Sicherung und Stärkung der örtlichen Wertschöpfung zu erwarten, dies betrifft insbesondere die Maßnahmenumsetzungen in den Handlungsfeldern erneuerbare Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz sowie Bürgerbeteiligung/Transfer/Bildung.

 

Öffentlichkeitsarbeit
Eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit ergänzt die Projektumsetzung mit dem Ziel einer umfangreichen Information sowie insbesondere der Schaffung einer breiten Mitwirkungsbereitschaft in der Bevölkerung der Gemeinde Lienen.

 

Zielsetzungen
Mit der Erstellung des Klimaschutzkonzepts werden zudem übergeordnete Zielsetzungen angestrebt; vor allem dient es auch dazu, zu bilanzieren und darzustellen, welchen Anteil die Gemeinde Lienen am Ziel des Kreises haben kann, im Jahr 2050 energieautark zu sein.

 

Umsetzung und Ausblick
Zur Sicherung einer zielgerichteten Maßnahmenumsetzung des Energie- und Klimaschutzkonzepts der Gemeinde Lienen, deren Vernetzung, zielführenden Steuerung und Koordinierung wurde im März 2016 die Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen. Alle weiteren Schritte, vor allem aber die Einrichtung eines Klimaschutzmanagements als zentrales Instrument des künftigen Handelns in der Gemeinde, werden von dieser Personalstelle initiiert und koordiniert.

 

 

Ansprechpartner

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