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Fachbereich 30 Sicherheit und Ordnung
Schulstraße 3 49536 Lienen

Jodtabletten

Hinweis auf Grund der Situation in der Ukraine (seit Februar 2022)

Aufgrund der Entfernung zur Ukraine ist nicht damit zu rechnen, dass eine Einnahme von Jodtabletten erforderlich werden könnte. Von einer selbstständigen Einnahme der Tabletten wird abgeraten. Eine Selbstmedikation mit hochdosierten Jodtabletten birgt gesundheitliche Risiken, hat aktuell aber keinerlei Nutzen. Die Jodtabletten können nur wirken, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt eingenommen werden. 
Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

Im Falle eines kerntechnischen Zwischenfalls, z. B. eines Unfalls in einem Kernkraftwerk, besteht die Gefahr einer Erkrankung durch die Aufnahme radioaktiven Jods durch die Atemluft.

Die Einnahme von Jodtabletten (Kaliumjodid) „sättigt“ die Schilddrüse mit (nicht radioaktivem) Jod und verhindert nach einem Atomunfall so die Aufnahme von radioaktivem Jod.

Einnahme der Jodtabletten nur nach Aufforderung durch die Katastrophenschutzbehörde

Nach der Strahlenschutzkommission des Bundes dürfen die Jodtabletten aber nur nach entsprechender Aufforderung nach einem atomaren Unfall eingenommen werden. Eine nicht zeitentsprechende Einnahme ist nutzlos und sogar schädlich. Auch für Menschen, die älter als 45 sind, so die Kommission, ist das Risiko durch die Nebenwirkungen der Jodtabletten größer als das Risiko einer zukünftigen Schilddrüsenkrebserkrankung.

Wichtig also: Die Jodtabletten dürfen nicht vorsorglich sondern nur nach entsprechender Aufforderung der Katastrophenschutzbehörde eingenommen werden!

Infoblatt zur Einnahme von Jodtabletten (deutsch) / (englisch)


Ausgabe der Tabletten:

Im Ereignisfall werden die Tabletten innerhalb eines Zeitrahmens von 12 Stunden an die betroffene Bevölkerung verteilt (alle Personen unter 45 Jahren sowie Schwangere). Um diese schnelle und bedarfsgerechte Verteilung sicherzustellen wurden im Rahmen der Vorplanungen der Maßnahme „Jodblockade“ durch die Katastrophenschutzbehörden in Nordrhein-Westfalen ausreichende Bestände möglichst bevölkerungsnah eingelagert.

Je Person wird ein Gebinde in Form einer Faltschachtel mit 4 Kaliumiodidtabletten (für Erst – und Zweitgabe) ausgegeben. Die Gemeinde Lienen verfügt über einen ausreichenden Bestand an Gebinden.

Im Ereignisfall werden die Tabletten an den folgenden Standorten ausgegeben:

  • Grundschule Lienen, Schulstraße 5, 49536 Lienen
  • Grundschule Kattenvenne, Auf den Kämpen 2, 49536 Lienen-Kattenvenne

 

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